• Krimi

    Dunkel -Die Hulda-Trilogie, Band 1 [Rezensionsexemplar]

    Allgemeines

    Autor/in: Ragnar Jónasson
    Verlag: btb
    ISBN: 978-3-4427-5860-9
    Genre: Krimi / Thriller
    Seitenanzahl: 384
    Preis: 15,00€ (Taschenbuch) 9,99€ (eBook)

    Klappentext

    Eine junge Frau suchte Sicherheit, doch was sie fand, war der Tod…

    Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen cold case, aussuchen – und sie weiß sofort, für welchen sie sich entscheidet. Der Tod einer jungen Frau wirft während der Ermittlungen düstere Rätsel auf, und die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt. Eine Wahrheit, für die Hulda ihr eigenes Leben riskiert …

    Meine Meinung

    Ich habe zwar schon die ganze Hulda-Trilogie gelesen und werde die anderen beiden Bände hier auch noch präsentieren, aber ich versuche mich hier nur auf den ersten Band zu beschränken. Ohne eventuell zu viel schon von den anderen Teilen preis zugeben, aber ich kann euch so viel schon sagen, sie sind beide genauso spannend wie dieser Teil und ich würde wirklich jedem raten, die Bücher nacheinander zu lesen. Erst “Dunkel”, dann “Insel” und als Letztes “Nebel”.

    Eine wundervolle Trilogie mit einer wundervollen Kriminal-Kommissarin Hulda!

    Nun einmal zu dem 1. Band “Dunkel”:

    Da ich wirklich eine Cover-Käuferin bin, hat mich dieses Buch einfach sofort angesprochen, wie auch die anderen, sind sie nur in schwarz und weiß gehalten und alle Titel haben eine tiefere Bedeutung für die Handlung.

    Hinzu kommt der Klappentext, der gerade so viel preis gibt, dass der/die Leser/in angestachelt wird, es zu lesen, aber nicht zu viel offenbart wird. Einfach die perfekte Mischung.

    Die Handlung selbst hat mich wirklich überrascht zum Teil. Hulda kann nach dem größten Verlust ihre Arbeit weiter betreiben, wobei sie hier ja einen letzten Fall bearbeiten wird. Danach geht sie in Rente.

    In Island ist es ruhig. Ja, sicher. Vielleicht ist es deswegen noch beängstigender wenn dort etwas passiert.

    Ich kann euch sagen, dass ich bis zum Schluss nicht im Traum darauf gekommen wäre, wer diese schlimmen Morde begangen hat. Das hätte ich mir niemals erträumen können, und ich war sowas von auf der falschen Spur.

    (Wenn ihr den Band schon gelesen habt, seid ihr drauf gekommen? Oder hattet es geahnt?) Ich leider erst, als es zu spät war.

    Geht das nur mir so, oder findet ihr es auch schwierig, eine Rezension zu schreiben ohne zu viel preiszugeben?

    Fazit

    Bewertung: 5 von 5.

    Fünf von Fünf-Sternen für diese unheimlich tollen und spannenden ersten Band der Hulda-Trilogie.

    Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen, so wie es mir bei den anderen Bänden auch ging.

    Sie gewannen direkt an Fahrt und die Spannung baute sich auch stetig auf, so wie man es liebt.

    Das Genre sagt zwar eigentlich, dass es eine Mischung aus Krimi & Thriller ist, dem kann ich leider nur zum Teil zustimmen. Es kann daran liegen, dass ich noch nicht so fit im Genre Thriller bin, aber für mich zählt dieses Buch eher zu den Krimis. Das bedeutet jedoch nicht, dass es zu wenig Spannung gab.

    Für mich muss ein Thriller mich nachts wach halten, vielleicht sogar ein wenig Angst einjagen. Hört sich wahrscheinlich merkwürdig an.

    ____________________

    Wie findet ihr denn die Hulda-Trilogie? Habt ihr sie schon ganz gelesen? Oder wie gefällt euch der erste Band?

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  • Thriller

    Die Frau ohne Namen [Rezension]

    Allgemeines

    Titel: Die Frau ohne Namen
    Autor/in: Greer Hendricks / Sarah Pekkanen
    Verlag: Rowohlt Verlag
    ISBN: 978-3-4990-0144-4
    Seitenanzahl: 464
    Preis: 16,00€ (Paperback) 9,99€ (eBook)

    Klappentext

    Frauen zwischen 18 und 32 für Ethik- und Moralstudie gesucht. Großzügige Vergütung. Anonymität garantiert.
    Als Jess sich für die Studie anmeldet, glaubt sie, nur ein paar Fragen beantworten zu müssen, um das Geld einstecken und wieder verschwinden zu können. Doch „Testperson 52“, wie Jess nun genannt wird, erweist sich als verheißungsvolles Forschungsprojekt, die Fragen werden immer persönlicher. Jess kann kaum noch unterscheiden, was in ihrem Leben real ist oder nur eines der manipulativen Experimente von Dr. Shields. Gefangen in einem Netz aus Täuschung und Eifersucht muss Jess erkennen, dass manche Obsessionen tödlich sein können.

    Meine Meinung

    Das Buch wollte ich schon seit langem lesen und ich bin jetzt endlich dazu gekommen.

    Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorinnen zurecht zu kommen, da sie das Buch so gestaltet haben, das in zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben wird.

    Die eine ist aus der Sichtweise von Jessica, Testperson 52, geschrieben. Sie hilft ihren Eltern finanziell wegen einem Unfall, bei dem sie sich Vorwürfe macht, aus. Um gleichzeitig sich selbst auch noch über Wasser zu halten, erledigt sie pro Tag etliche Kosmetikstunden, indem sie die Kunden besucht und dann versorgt. Als sie dann von einer verlockenden Studie erfährt, die nach einer Sitzung 500€ verspricht, mogelt sie sich in diese Studie rein. Sie wird zu Testperson 52. Eigentlich wollte sie nur eine Sitzung mitmachen, doch dann war das Geld doch zu verlockend, da sie es wirklich benötigte.

    Die andere Sichtweise, die mich ein wenig irritiert hatte, war die von Dr. Shields, die in der Du-Perspektive schreibt. D.h. der/die Leser/in wird persönlich angesprochen, als wenn man Jessica selbst wäre. Das fand ich anfangs etwas anstrengend und schwer nachzuvollziehen, was sich aber zum Glück bald gelegt hatte. Dr. Shields ist eine merkwürdige Person. Sie führt diese Studie über Moral & Ethik, um in Erfahrung zu bringen, welche Personen in welchem Ausmaß lügen um das zu erlangen, was sie wollen.

    Beide hätten wahrscheinlich nicht gedacht, dass es so weit kommen würde. Normalerweise scheiden die meisten direkt nach ein paar Sitzungen aus, doch Testperson 52 scheint vielversprechend zu sein.

    Im Laufe des Buches kommt es immer wieder zu Geheimnissen die gelüftet werden, noch mehr Geheimnisse die entstehen und man erfährt viel über beide Charaktere. Wieso sie das taten, was geschah.

    Die Spannung hat sich immer weiter aufgebaut. Gerade wenn man denkt, es kann nicht noch schlimmer kommen, wird es auf der nächsten Seite gezeigt, das es doch noch viel schlimmer werden kann.

    In diesem Buch geht es weniger um Morde oder anderes, sondern viel mehr darum, was solche Studien mit einem selbst machen. Wie viel sie dazu beeinflussen, das man sich selbst in einem ganz anderen Blickwinkel sieht. Man hinterfragt plötzlich einige seiner Schritte, von denen man eigentlich nie gezweifelt hatte.

    Schon bald geht es darum nicht alles zu verlieren, was man liebt. Doch was ist man bereit zu opfern, um nicht zu verlieren?

    Fazit

    Ich war überrascht wie spannend dieser Thriller doch noch geworden ist. Am Anfang hatte ich zwar meine Bedenken, ob ich mit dem Schreibstil klar kommen würde, doch als ich mich daran gewöhnt hatte, ließ sich das Buch toll lesen.

    Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet worden und haben mich beide auf ihre Weise überrascht.

    Mit diesem Ende hatte ich auf jeden Fall nicht gerechnet. Vor allem nicht mit so einer Wendung.

    Wer sich allerdings einen heftigen Thriller gewünscht hat, wird mit diesem Buch wahrscheinlich nicht so sehr zufrieden sein, da es hier doch eher auf die Psyche ankommt.

    Für mich war es genau der richtige Thriller und somit kann ich es jedem nur empfehlen, der nicht unbedingt so gerne blutrünstige Thriller liest.

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