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    Die Namenlose Königin [Rezension]

    Allgemeines

    Titel: Die Namenlose Königin
    Autor/in: Rebecca McLaughin
    Verlag: Bastei Lübbe
    ISBN: 978-3-4042-0925-5
    Seitenanzahl: 352
    Preis: 15,00€ (Paperback) 11,99€ (eBook)

    Klappentext

    Coin ist eine Namenlose und gehört damit zum Bodensatz der Gesellschaft im Königreich Seriden. Doch eines Tages passiert das Unglaubliche: Der König stirbt, und auf Coins Arm erscheint eine schwarze Krone. Das magische Tattoo wird an denjenigen weitergegeben, dessen Namen der König auf dem Sterbebett als letztes ausspricht. Doch Coin hat weder einen richtigen Namen noch eine Verbindung zum König. Nur widerwillig offenbart sie sich und findet sich wenig später im Palast wieder. Schon bald bemerkt sie, dass ihr Schicksal keinesfalls vom Zufall gelenkt wurde und sie die magischen Kräfte, die mit dem Tattoo in ihr erwacht sind, im Palast nur zu gut gebrauchen kann …

    Meine Meinung

    Ein absolut geniales Fantasy-Buch!

    Der Klappentext inkl. dem Buchcover haben mich direkt gepackt. Es ist mal was anderes, aber dennoch irgendwie dasselbe, wie in den meisten Fantasy Büchern, wobei sich hier das Fantastische auf die Magie der Krone beschränkt.

    Coin, einer der Hauptcharaktere, ist in einer Welt groß geworden, die unter drei Schichten verteilt. Den Royalen, den Legalen und den Namenlosen, zu denen sie gehört. Coin, ist Namenlos und somit auch ohne Rechte oder Verpflichtungen. Daher hat sie schon früh gelernt, sich zu wehren und zu bestehlen, um zu überleben, wie so viele andere auch. Sie haben zwar keine Namen, doch stattdessen geben sie sich eigene Namen, manchmal einfach irgendeinen Namen, manchmal auch wegen ihrem Ruf.

    Wie man im Klappentext lesen kann, bekommt derjenige die magische Krone als Tätowierung dessen Name der König als Letztes spricht. Dass das ausgerechnet Coin (Münze) trifft, eine Namenlose, war dabei sicherlich nicht geplant, oder doch?

    Esther, eine andere Hauptcharakterin dagegen, ist vornehm im Palast aufgewachsen, als eine Royale. Sie und Coin verbindet etwas, von dem alle hoffen, dass es sich nicht bewahrheitet.

    Im Buch finden sich noch weitere Charaktere wie Hut, Teufel und Stiefler (Namenlose) und Madame Belrosa und Glenquartz (Legale).

    Alle dieser Charaktere sind entsprechend wichtig für die Geschichte. Madam Belrosa habe ich einige Male den Tod gewünscht, weil sie nicht wirklich eine der netteren Charaktere ist, doch sie gehört dazu und Coin würde ohne sie niemals, zu der Person werden, die sie im Buch wird.

    Glenquartz dagegen, ist einer meiner Lieblinge. Er ist der Legale Beschützer von Coin, da er auch vor ihr alle Könige als Leibwächter beschützt hatte. Von Anfang an hat man mit ihm einen Freund gefunden, das kann man schon in den ersten Sätzen herausfinden.

    Das sind für mich so die wichtigsten Charaktere im Buch gewesen.

    Es ist immer wieder erstaunlich wie nahe die Autoren sich an der Gesellschaft orientieren. Es gibt immer wieder kleine Auffälligkeiten zu beachten. In diesem Buch stehen die Royalen an der Spitze der Pyramide, danach kommen die Legalen und zum Schluss die Namenlosen. Nur weil sie keine Namen haben, sind sie dennoch Menschen, aber nein, sie werden ohne Rechte behandelt, obwohl sie nur durch einen Titel von den anderen unterschieden werden können.

    Namenlose haben hier so wenig Anerkennung wie sonst keiner. Sie haben keine Rechte, keine Verpflichtungen, leben auf der Straße und müssen klauen, um über die Runden zu kommen oder schlicht zu überleben.

    Das bedeutete nicht, dass alle Royalen oder Legalen schlechte Menschen sind, aber dadurch das der meiste Anteil von ihnen sich als was Besseres fühlt, werden die anderen die anders empfinden weiterhin unterdrückt. Durch die große Veränderung, die Coin mitbringt, werden diese Unterdrückungen bald schon nicht mehr so dreist existieren.

    Fazit

    Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Gute Bücher erkenne ich immer daran, das ich mich in die einzelnen Charaktere denken kann und mit ihnen fühle.

    So habe ich Coin, Hut und Glenquartz in mein Herz geschlossen und Madam Belrosa weit weit entfernt.

    Ich habe mit Coin gefühlt, wie sie ihre Empfindungen dargestellt hat, so ganz allein als Namenlose unter Royalen und Legalen. Trotz allem hat sie sich nicht so weit runtermachen lassen, sondern ist immer wieder aufgestanden und hat ihr Ding durchgezogen. Klar, hat sie auch mal geschwankt, aber tief im Innern habe ich gemerkt, dass sie eine wirklich starke Persönlichkeit hat.

    Ob Royal, Legal oder Namenlos. Man ist und bleibt der gleiche Mensch. Egal welche Titel man hat, ob man keine hat. Wichtig ist, wo man seine Prioritäten setzt.

    Ein kleiner aber wichtiger Spruch: Niemals den Blick senken!

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