• Thriller

    Sweetgirl

    Allgemeines

    Titel: Sweetgirl
    Autor/in: Travis Mulhauser
    Verlag: Dtv Verlag
    ISBN: 978-3-4232-1804-7
    Seitenanzahl: 256
    Preis: 9,95€ (Taschenbuch) 8,99€ (eBook)

    Klappentext

    Schon früh hat die junge Percy lernen müssen, sich um sich selbst zu kümmern. Als sie im tiefsten Winter wieder einmal ihre alkoholsüchtige Mutter sucht, findet sie in dem abgelegenen Haus in den Wäldern von Michigan nur deren zugedröhnten Dealer Shelton − und ein schreiendes, völlig unterkühltes Baby. Instinktiv weiß Percy, dass sie die Kleine retten muss. Mit dem Mut der Verzweiflung kämpft sich das toughe Mädchen durch den eisigen, wild tobenden Schneesturm − bald verfolgt von dem unterbelichteten Shelton und seinen unberechenbaren Kumpanen, die vor nichts, aber auch gar nichts, zurückschrecken.

    Meine Meinung

    Der Klappentext des Buches hat mich direkt angesprochen und ehrlich gesagt, habe ich es mir viel spannender vorgestellt, leider.

    Die Charaktere sind gut beschrieben worden und auch der Schreibstil ist flüssig, allerdings habe ich kaum Spannung gefühlt beim Lesen. Obwohl es ein Thriller sein sollte, hat mich dieses Buch überhaupt nicht gepackt.

    Im Buch finde ich, geht es viel weniger um die eigentliche Story, dass Percy ein Baby in einer fast verschneiten Wiege im Haus eines Dealers findet und mitnimmt um es in Sicherheit zu bringen, sondern viel mehr was der Konsum von Alkohol und Drogen mit den Menschen macht, die sie konsumieren.

    Dass ihnen eigentlich nichts wichtig ist. Bloß noch genug Stoff haben. Im Buch dröhnen sich die Menschen voll und nehmen überhaupt nichts mehr wahr. Klar, es ist ein wichtiges Thema, aber in einem Thriller sollte es doch mehr um die eigentliche Handlung gehen und nicht dauernd beschrieben werden, wie stark konsumiert wird.

    Es gibt mehrere Szenen im Buch bei denen ich gedacht habe, dass sie die eigentlich herausnehmen könnten oder den Titel ändern sollten. Es war für mich leider eine Enttäuschung.

    Würde es nicht immer wieder auf die Abhängigkeit zurückgegriffen werden, sondern viel mehr auf die Charaktere geachtet werden, wie dem Baby und Percy und ihrem Weg durch den Blizzard, ihre Ängste und Sorgen, dann wäre das Buch glaube ich viel eher ein Thriller.

    Aber so gehen die Meinungen auseinander. Es ist eigentlich ein gutes Buch, da es auch die Geschichte erzählt, wie die Mutter von Percy so abhängig wurde und sich nicht mehr unter Kontrolle hatte und wie stark die Familie dann zusammen halten muss oder später auch auseinander geht.

    Es gab immerhin ein Happy End, was mich dann doch überrascht hat.

    Fazit

    Zu meinen liebsten Büchern wird es nicht zählen, aber auch nicht zu den schlechtesten. Es hatte einfach einen anderen Schwerpunkt als ich gehofft habe.

    Daher kann ich leider auch nur 3 von 5 Sternen geben!

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