• Thriller

    Die Frau ohne Namen [Rezension]

    Allgemeines

    Titel: Die Frau ohne Namen
    Autor/in: Greer Hendricks / Sarah Pekkanen
    Verlag: Rowohlt Verlag
    ISBN: 978-3-4990-0144-4
    Seitenanzahl: 464
    Preis: 16,00€ (Paperback) 9,99€ (eBook)

    Klappentext

    Frauen zwischen 18 und 32 für Ethik- und Moralstudie gesucht. Großzügige Vergütung. Anonymität garantiert.
    Als Jess sich für die Studie anmeldet, glaubt sie, nur ein paar Fragen beantworten zu müssen, um das Geld einstecken und wieder verschwinden zu können. Doch „Testperson 52“, wie Jess nun genannt wird, erweist sich als verheißungsvolles Forschungsprojekt, die Fragen werden immer persönlicher. Jess kann kaum noch unterscheiden, was in ihrem Leben real ist oder nur eines der manipulativen Experimente von Dr. Shields. Gefangen in einem Netz aus Täuschung und Eifersucht muss Jess erkennen, dass manche Obsessionen tödlich sein können.

    Meine Meinung

    Das Buch wollte ich schon seit langem lesen und ich bin jetzt endlich dazu gekommen.

    Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorinnen zurecht zu kommen, da sie das Buch so gestaltet haben, das in zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben wird.

    Die eine ist aus der Sichtweise von Jessica, Testperson 52, geschrieben. Sie hilft ihren Eltern finanziell wegen einem Unfall, bei dem sie sich Vorwürfe macht, aus. Um gleichzeitig sich selbst auch noch über Wasser zu halten, erledigt sie pro Tag etliche Kosmetikstunden, indem sie die Kunden besucht und dann versorgt. Als sie dann von einer verlockenden Studie erfährt, die nach einer Sitzung 500€ verspricht, mogelt sie sich in diese Studie rein. Sie wird zu Testperson 52. Eigentlich wollte sie nur eine Sitzung mitmachen, doch dann war das Geld doch zu verlockend, da sie es wirklich benötigte.

    Die andere Sichtweise, die mich ein wenig irritiert hatte, war die von Dr. Shields, die in der Du-Perspektive schreibt. D.h. der/die Leser/in wird persönlich angesprochen, als wenn man Jessica selbst wäre. Das fand ich anfangs etwas anstrengend und schwer nachzuvollziehen, was sich aber zum Glück bald gelegt hatte. Dr. Shields ist eine merkwürdige Person. Sie führt diese Studie über Moral & Ethik, um in Erfahrung zu bringen, welche Personen in welchem Ausmaß lügen um das zu erlangen, was sie wollen.

    Beide hätten wahrscheinlich nicht gedacht, dass es so weit kommen würde. Normalerweise scheiden die meisten direkt nach ein paar Sitzungen aus, doch Testperson 52 scheint vielversprechend zu sein.

    Im Laufe des Buches kommt es immer wieder zu Geheimnissen die gelüftet werden, noch mehr Geheimnisse die entstehen und man erfährt viel über beide Charaktere. Wieso sie das taten, was geschah.

    Die Spannung hat sich immer weiter aufgebaut. Gerade wenn man denkt, es kann nicht noch schlimmer kommen, wird es auf der nächsten Seite gezeigt, das es doch noch viel schlimmer werden kann.

    In diesem Buch geht es weniger um Morde oder anderes, sondern viel mehr darum, was solche Studien mit einem selbst machen. Wie viel sie dazu beeinflussen, das man sich selbst in einem ganz anderen Blickwinkel sieht. Man hinterfragt plötzlich einige seiner Schritte, von denen man eigentlich nie gezweifelt hatte.

    Schon bald geht es darum nicht alles zu verlieren, was man liebt. Doch was ist man bereit zu opfern, um nicht zu verlieren?

    Fazit

    Ich war überrascht wie spannend dieser Thriller doch noch geworden ist. Am Anfang hatte ich zwar meine Bedenken, ob ich mit dem Schreibstil klar kommen würde, doch als ich mich daran gewöhnt hatte, ließ sich das Buch toll lesen.

    Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet worden und haben mich beide auf ihre Weise überrascht.

    Mit diesem Ende hatte ich auf jeden Fall nicht gerechnet. Vor allem nicht mit so einer Wendung.

    Wer sich allerdings einen heftigen Thriller gewünscht hat, wird mit diesem Buch wahrscheinlich nicht so sehr zufrieden sein, da es hier doch eher auf die Psyche ankommt.

    Für mich war es genau der richtige Thriller und somit kann ich es jedem nur empfehlen, der nicht unbedingt so gerne blutrünstige Thriller liest.

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  • Thriller

    Sweetgirl

    Allgemeines

    Titel: Sweetgirl
    Autor/in: Travis Mulhauser
    Verlag: Dtv Verlag
    ISBN: 978-3-4232-1804-7
    Seitenanzahl: 256
    Preis: 9,95€ (Taschenbuch) 8,99€ (eBook)

    Klappentext

    Schon früh hat die junge Percy lernen müssen, sich um sich selbst zu kümmern. Als sie im tiefsten Winter wieder einmal ihre alkoholsüchtige Mutter sucht, findet sie in dem abgelegenen Haus in den Wäldern von Michigan nur deren zugedröhnten Dealer Shelton − und ein schreiendes, völlig unterkühltes Baby. Instinktiv weiß Percy, dass sie die Kleine retten muss. Mit dem Mut der Verzweiflung kämpft sich das toughe Mädchen durch den eisigen, wild tobenden Schneesturm − bald verfolgt von dem unterbelichteten Shelton und seinen unberechenbaren Kumpanen, die vor nichts, aber auch gar nichts, zurückschrecken.

    Meine Meinung

    Der Klappentext des Buches hat mich direkt angesprochen und ehrlich gesagt, habe ich es mir viel spannender vorgestellt, leider.

    Die Charaktere sind gut beschrieben worden und auch der Schreibstil ist flüssig, allerdings habe ich kaum Spannung gefühlt beim Lesen. Obwohl es ein Thriller sein sollte, hat mich dieses Buch überhaupt nicht gepackt.

    Im Buch finde ich, geht es viel weniger um die eigentliche Story, dass Percy ein Baby in einer fast verschneiten Wiege im Haus eines Dealers findet und mitnimmt um es in Sicherheit zu bringen, sondern viel mehr was der Konsum von Alkohol und Drogen mit den Menschen macht, die sie konsumieren.

    Dass ihnen eigentlich nichts wichtig ist. Bloß noch genug Stoff haben. Im Buch dröhnen sich die Menschen voll und nehmen überhaupt nichts mehr wahr. Klar, es ist ein wichtiges Thema, aber in einem Thriller sollte es doch mehr um die eigentliche Handlung gehen und nicht dauernd beschrieben werden, wie stark konsumiert wird.

    Es gibt mehrere Szenen im Buch bei denen ich gedacht habe, dass sie die eigentlich herausnehmen könnten oder den Titel ändern sollten. Es war für mich leider eine Enttäuschung.

    Würde es nicht immer wieder auf die Abhängigkeit zurückgegriffen werden, sondern viel mehr auf die Charaktere geachtet werden, wie dem Baby und Percy und ihrem Weg durch den Blizzard, ihre Ängste und Sorgen, dann wäre das Buch glaube ich viel eher ein Thriller.

    Aber so gehen die Meinungen auseinander. Es ist eigentlich ein gutes Buch, da es auch die Geschichte erzählt, wie die Mutter von Percy so abhängig wurde und sich nicht mehr unter Kontrolle hatte und wie stark die Familie dann zusammen halten muss oder später auch auseinander geht.

    Es gab immerhin ein Happy End, was mich dann doch überrascht hat.

    Fazit

    Zu meinen liebsten Büchern wird es nicht zählen, aber auch nicht zu den schlechtesten. Es hatte einfach einen anderen Schwerpunkt als ich gehofft habe.

    Daher kann ich leider auch nur 3 von 5 Sternen geben!

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  • Thriller

    Influence – Fehler im System

    Allgemeines

    Titel: Influence – Fehler im System
    Autor/in: Christian Linker
    Verlag: Dtv Verlagsgesellschaft
    ISBN: 978-3-4232-3011-7
    Seitenanzahl: 304
    Preis: 14,90€ (Paperback) 12,99€ (eBook)

    Klappentext

    Stell dir vor, die digitale Welt ist von heute an offline …

    Eigentlich sollte heute Amirs großer Tag sein. Mit der Übergabe von geheimem Material an den Netzaktivisten Habakuk war ihm der größte Skandal in der Geschichte des Internets sicher. Doch kurz vor dem Treffen bricht weltweit das Netz zusammen. Wer dahinter steckt, ist unbekannt.
    Was wusste Whistleblower Manfred, der Amir das Material für den Leak mit der Bemerkung gab, dass ein Ereignis größten Ausmaßes bevorstehe?
    Inmitten des ausbrechenden Chaos sucht Amir nach dem mysteriösen Habakuk. Als er diesen findet, rast aus dem Nichts ein Auto auf die beiden zu und verfehlt sie nur knapp. Auf wen hatte es der Täter abgesehen? Auf Amir oder Habakuk? Und gibt es eine Verbindung zum digitalen Blackout?

    Meine Meinung

    Ein sehr spannendes Buch, das einem vor Augen führt, wie abhängig die Menschheit mittlerweile vom Netz ist.

    Fällt es einmal nur kurz aus, machen sich die meisten schon Sorgen, dass sie wichtige Nachrichten verpassen, die News nicht sehen können, oder der Netflix nicht weiter läuft. Für Influencer ist es noch dramatischer. Ohne Netz ist ihre komplette Welt auf den Kopf gestellt. Wie sollen sie ihre Follower jetzt noch Bescheid geben, welche Haarfarbe es nun geworden ist oder wo sie sich gerade weshalb aufhalten?

    Am Anfang scheint es noch nicht allzu tragische Ereignisse zu geben, doch dauert der Verlust des Netzes an, kommt es zu weit mehr negativen Ereignissen als uns lieb ist.

    Ohne Netz, funktionieren die Kartenzahlungen nicht mehr, der Bahnverkehr kommt zum Stehen und niemand kommt mehr von A nach B, da die Straßen überfüllt sind. Die Polizei ist total überbelastet mit dem Verkehr und all den Beschwerden und Fragen.

    Wenn die Vorräte zur Neige gehen, kommt es zu Gewalt und alles gerät außer Kontrolle.

    Kontrolle sind wir alle zu dieser Zeit so gewohnt, das es unheimlich erschreckend ist, wenn wir sie dann nicht mehr haben.

    Dieses Buch lenkt genau auf dieses Thema und nur eine Person, bzw. ein kleiner Chip kann die Menschheit vor dem Chaos retten. Doch das stellt wieder ein Problem da, denn es wird immer Menschen geben, die genau dieses Chaos schon immer haben wollte. Vielleicht um zu zeigen wie abhängig wir sind oder um endlich den Schritt zu wagen eine neue Macht zu beherrschen.

    Es ist ein sensibles Thema, doch das Buch ist so spannend geschrieben, dass man nur wissen möchte, ob die Charaktere es schaffen und was danach geschieht. Sie müssen mit Gewalt zurechtkommen, mit Entführungen, Bedrohungen, doch obwohl sie sich nur aus dem Internet kennen, halten sie zusammen gegen jede Gegenmacht.

    Fazit

    Zur heutigen Zeit, ist es für viele schrecklich das Handy oder Tablet einen Moment aus den Augen zulassen und nicht zu wissen, ob man nun eine Nachricht oder Anruf erhalten hat. Nicht erreichbar zu sein, ist unerträglich. Da frage ich mich manchmal, wie meine Eltern das früher geschafft haben, die sich Briefe geschrieben haben, ohne zu wissen, kommt der Brief nun an oder geht er auf dem Weg verloren? Sie haben es überlebt.

    Ich will damit nicht sagen, dass wir total abhängig sind und ohne nicht mehr können, doch wenn sich jeder Mal eine kleine Auszeit nimmt, dann merkt man schon, dass man mindestens zu 10% abhängig ist. Da kann ich mich nicht ausschließen.

    Man kann nur hoffen, dass uns so etwas niemals passieren wird. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie es dann sein würde. Hoffentlich nicht so wie in dem Buch, aber man kann nie wissen.

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  • Thriller

    Blind Date – Tödliche Verführung [Rezensionsexemplar]

    Allgemeines

    Titel: Blind Date – Tödliche Verführung
    Autor/in: Becca Foster
    Verlag: Piper Verlag
    ISBN: 978-3-4920-6182-7
    Seitenanzahl: 336
    Preis: 12,99€ (Paperback) 10,99€ (eBook)

    Klappentext

    Du siehst ihn das erste Mal, doch er beobachtet dich schon lange.

    Vier Jahre nach dem Unfalltod ihres Ehemannes findet Hartley endlich wieder den Mut, sich zu verabreden – und sich vielleicht sogar zu verlieben. Wird einer ihrer Blind Dates sie in seinen Bann ziehen? Prickelnder Nervenkitzel macht sich in ihr breit, als sie ihre Verabredungen zum ersten Mal trifft. Doch was die junge Witwe nicht ahnen kann: Einer der Männer ist ein gesuchter Serienmörder, der sie unbedingt um den Finger wickeln will. Muss Hartley den Reiz des Unbekannten mit ihrem Leben bezahlen?

    Meine Meinung

    Normalerweise bin ich ja nicht so der Thriller Fan, Jugendthriller schon einmal, aber eigentlich doch eher eine ganz andere Richtung.

    Hier allerdings hat mich das Cover wirklich direkt angesprochen. Es hat zwar keine spezielle Hervorhebung, aber ich fand das Zusammenspiel der Farben schön.

    Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber auch hier konnte ich alles flüssig lesen und es wurde recht schnell auch schon spannend.

    Hartley hat ein schweres Leben. Schon vier Jahre ist es her, als sie ihren Ehemann an einem Autounfall verlor. Nun wird sie das gefundene Opfer eines Stalkers.

    Die Sicht des Killers wird nur einmal am Anfang gezeigt. Es wird nichts genaues vorhergesagt und man erfährt auch ziemlich wenig von ihm.

    Sonst wird das Buch nur aus der Sicht von Hartley geschrieben und später auch vom Detective, allerdings dies auch nur kurz.

    Die Spannung wird hier immer mal wieder kurz herausgekitzelt bis es dann wirklich zur Sache geht. Da ich noch keine richtige Vorstellung von einem blutigen Thriller habe, würde ich sagen, dass es hier eher auf die Psyche ankommt, anstatt auf die physische Methode. Es wird nicht zu heftig, aber dennoch so spannend, dass man das Buch schwer aus der Hand legen kann.

    Hartley ist eine sehr starke Persönlichkeit, die erst versucht, alle anderen in Sicherheit zu bringen, bevor sie an ihre eigene Sicherheit denkt.

    Sich an Blind Dates zu wagen, birgt Vor- und Nachteile und das bekommt Hartley erbarmungslos zu spüren.

    Was ich schön fand war, dass es zwischen der ganzen Ungewissheit, es trotzdem zu einer kleinen Liebesgeschichte kommt.

    Fazit

    “Blind Date” hat mir persönlich sehr gut gefallen, da es für mich die perfekte Mischung zum Lesen war.

    Eine kleine Prise Romantik und eine große Prise Thriller.

    Langsam bekomme auch ich eine Ahnung, warum so viele Menschen die Genre mögen. Es macht einfach den Nervenkitzel aus. Was passiert jetzt? Tut er/sie es wirklich?

    Dieses Buch wird auf jeden Fall weiter empfohlen und man sollte wirklich aufpassen, wen man im Internet trifft. Denn jeder kann alles im Internet von sich veröffentlichen. Das bedeutet allerdings lange nicht, dass sich auch genau die gleiche Person dahinter verbirgt.

    Aber dennoch gibt es meist ein Happy End, oder man sucht sich einen so tollen Nachbar, wie Hartley.

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