• Fantasy,  Jugendbuch

    Tribute von Panem X – Das Lied von Vogel & Schlange

    Allgemeines

    Titel: Tribute von Panem X - Das Lied von Vogel & Schlange
    Autor/in: Suzanne Collins
    Verlag: Verlagsgruppe Oetinger
    ISBN: 978-3-7891-2002-2
    Seitenanzahl: 608
    Altersempfehlung: ab 14 J.
    Preis: 26,00€ (Hardcover) 15,99€ (eBook)
    

    Klappentext

    Ehrgeiz treibt ihn an. Rivalität beflügelt ihn. Aber Macht hat ihren Preis.

    Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden.

    Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen – tiefer kann man nicht fallen. Von da an ist ihr Schicksal untrennbar miteinander verbunden. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg, über Triumph oder Niederlage bestimmen. Innerhalb der Arena ist es ein Kampf um Leben und Tod, außerhalb der Arena kämpft Coriolanus gegen die aufkeimenden Gefühle für sein dem Untergang geweihtes Tribut. Er muss sich entscheiden: Folgt er den Regeln oder dem Wunsch zu überleben – um jeden Preis.

    Meine Meinung

    Nachdem ich auf Instagram keine vollständige Rezension schreiben konnte, da mir schlichtweg der Platz gefehlt hat, kommt hier noch einmal eine ganze Rezension.

    Vorweg ist zu sagen, dass ich so lange auf dieses Buch gewartet habe! Nachdem ich erfahren habe, dass ein neuer Teil erscheinen wird, in dem wir Leser etwas über die Vergangenheit von Corolianus Snow erfahren würden, war ich sofort Feuer & Flamme dafür. Denn ich habe mich schon so oft gefragt, wie Snow so werden konnte…naja so wie er eben ist. Ich kann das leider nicht besser bzw. netter ausdrücken. Snow und ich sind nicht grade sympatico. Ich kann ihn schlichtweg einfach überhaupt nicht ausstehen.

    Über seine Art und Weise könnte ich mich stundenlang aufregen, daher gehe ich mal gleich weiter welche Erwartungen ich an das Buch hatte.

    Ich hatte mir erhofft, dass wir Leser mehr über die Vergangenheit von Snow, aber auch über das Kapitol und die Hungerspiele erfahren würden und ein kleiner Teil von mir, war auch sehr interessiert daran zu erfahren wie es dazu kam, das Distrikt 13 nicht mehr existiert. Da habe ich mich richtig gefreut, dass ich auf all diese Dinge Antworten bekommen habe.

    Zum Buch Äußerlichen. Das Cover finde ich äußerst gelungen. Das ‘X’ würde ich auf 10 Jahre Hungerspiele assoziieren, weiß nicht direkt ob das stimmt. Allerdings finde ich den Untertitel “Das Lied von Schlange & Vogel” sehr passend, denn Snow ist die Schlange und der Vogel stellt sich im Buch heraus.

    Besonders passend finde ich, dass im Klappentext vom Buch selbst nicht zu viel preisgegeben wird. Was ich ein wenig schade finde, ist, dass es einen kleinen Schutzumschlag für die Seiten gibt, die das Panem X zeigt. Bei mir ist dieser Schutzumschlag leider ziemlich schnell unter wenig Druck eingerissen, das fand ich sehr schade. Dies hätte der Verlag vielleicht vorher testen sollen, wie stabil dieser Schutzumschlag ist. Vielleicht hätten sie dafür eine bessere Papierart nehmen sollen. Aber das ist auch wirklich der einzige Mangel, den ich gefunden habe.

    Zum Buchinhalt selbst, fand ich gut, dass man am Anfang mit Informationen belagert wird, die aber wirklich wichtig und auch interessant sind.

    Da Snow im Kapitol aufgewachsen ist und auch lebt, bekommt man viel über das Kapitol selbst mit. Wie die Menschen dort leben und welche Ansichten sie vertreten. Zum Beispiel hätte ich niemals mit dem Schicksal von Snows Familie gerechnet. Da war ich sehr verwundert, welche Taten er dennoch begangen ist, mit so einem Schicksal.

    Vielleicht habe ich mich auch zu sehr in meine schlechte Erfahrung mit Snow hineingesteigert, doch er hat in diesem Buch bewiesen, dass ich genau die richtige Meinung von ihm habe.

    Im Buch wird man viel darauf hingewiesen wie schlecht es ihm doch geht, und das er doch nicht anders kann, doch das sehe ich anders. Man hat immer eine Wahl und dann geht man halt mal den schwierigeren Weg statt sich das Leben einfach zu machen und mit den schweren Folgen zu leben.

    Ich finde es sehr gut, dass im Buch auch die anderen Ansichten gezeigt werden, z.B. mit Snows besten Freund Seranus.

    Mit der kleinen Liebesgeschichte habe ich schon gerechnet. Das war mir schon vor dem Kauf des Buches klar, dass sich Snow garantiert in jemanden verlieben würde. Mit dieser Geschichte allerdings wurde ich überrascht.

    An manchen Stellen muss ich ehrlich zugeben, habe ich mir erhofft, dass er es einfach nicht überleben würde. Manche sagen jetzt, wie kaltherzig, doch mal im Ernst, für das was er in den ersten drei Panem-Büchern Katniss antut, dafür würde ich ihn jedes Mal aufs Neue gerne bluten sehen. Nur war mir natürlich auch klar, dass dies nie geschehen würde, da dies ja nun einmal die Vorgeschichte ist.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Wenn ihr anderer Meinung seid, oder mir zustimmt, lasst mich dies gerne wissen. Ich würde mich wirklich über eure Meinungen freuen.

    PS: Evtl. kommt ja noch ein weiterer Teil raus. Ich weiß nichts genaueres, aber es hört mit einem kleinen Cliffhanger auf, bei dem man immer noch nicht wirklich erfährt, wie er wirklich zum Präsident geworden ist.

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  • Thriller

    Die Frau ohne Namen [Rezension]

    Allgemeines

    Titel: Die Frau ohne Namen
    Autor/in: Greer Hendricks / Sarah Pekkanen
    Verlag: Rowohlt Verlag
    ISBN: 978-3-4990-0144-4
    Seitenanzahl: 464
    Preis: 16,00€ (Paperback) 9,99€ (eBook)

    Klappentext

    Frauen zwischen 18 und 32 für Ethik- und Moralstudie gesucht. Großzügige Vergütung. Anonymität garantiert.
    Als Jess sich für die Studie anmeldet, glaubt sie, nur ein paar Fragen beantworten zu müssen, um das Geld einstecken und wieder verschwinden zu können. Doch „Testperson 52“, wie Jess nun genannt wird, erweist sich als verheißungsvolles Forschungsprojekt, die Fragen werden immer persönlicher. Jess kann kaum noch unterscheiden, was in ihrem Leben real ist oder nur eines der manipulativen Experimente von Dr. Shields. Gefangen in einem Netz aus Täuschung und Eifersucht muss Jess erkennen, dass manche Obsessionen tödlich sein können.

    Meine Meinung

    Das Buch wollte ich schon seit langem lesen und ich bin jetzt endlich dazu gekommen.

    Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorinnen zurecht zu kommen, da sie das Buch so gestaltet haben, das in zwei verschiedenen Sichtweisen geschrieben wird.

    Die eine ist aus der Sichtweise von Jessica, Testperson 52, geschrieben. Sie hilft ihren Eltern finanziell wegen einem Unfall, bei dem sie sich Vorwürfe macht, aus. Um gleichzeitig sich selbst auch noch über Wasser zu halten, erledigt sie pro Tag etliche Kosmetikstunden, indem sie die Kunden besucht und dann versorgt. Als sie dann von einer verlockenden Studie erfährt, die nach einer Sitzung 500€ verspricht, mogelt sie sich in diese Studie rein. Sie wird zu Testperson 52. Eigentlich wollte sie nur eine Sitzung mitmachen, doch dann war das Geld doch zu verlockend, da sie es wirklich benötigte.

    Die andere Sichtweise, die mich ein wenig irritiert hatte, war die von Dr. Shields, die in der Du-Perspektive schreibt. D.h. der/die Leser/in wird persönlich angesprochen, als wenn man Jessica selbst wäre. Das fand ich anfangs etwas anstrengend und schwer nachzuvollziehen, was sich aber zum Glück bald gelegt hatte. Dr. Shields ist eine merkwürdige Person. Sie führt diese Studie über Moral & Ethik, um in Erfahrung zu bringen, welche Personen in welchem Ausmaß lügen um das zu erlangen, was sie wollen.

    Beide hätten wahrscheinlich nicht gedacht, dass es so weit kommen würde. Normalerweise scheiden die meisten direkt nach ein paar Sitzungen aus, doch Testperson 52 scheint vielversprechend zu sein.

    Im Laufe des Buches kommt es immer wieder zu Geheimnissen die gelüftet werden, noch mehr Geheimnisse die entstehen und man erfährt viel über beide Charaktere. Wieso sie das taten, was geschah.

    Die Spannung hat sich immer weiter aufgebaut. Gerade wenn man denkt, es kann nicht noch schlimmer kommen, wird es auf der nächsten Seite gezeigt, das es doch noch viel schlimmer werden kann.

    In diesem Buch geht es weniger um Morde oder anderes, sondern viel mehr darum, was solche Studien mit einem selbst machen. Wie viel sie dazu beeinflussen, das man sich selbst in einem ganz anderen Blickwinkel sieht. Man hinterfragt plötzlich einige seiner Schritte, von denen man eigentlich nie gezweifelt hatte.

    Schon bald geht es darum nicht alles zu verlieren, was man liebt. Doch was ist man bereit zu opfern, um nicht zu verlieren?

    Fazit

    Ich war überrascht wie spannend dieser Thriller doch noch geworden ist. Am Anfang hatte ich zwar meine Bedenken, ob ich mit dem Schreibstil klar kommen würde, doch als ich mich daran gewöhnt hatte, ließ sich das Buch toll lesen.

    Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet worden und haben mich beide auf ihre Weise überrascht.

    Mit diesem Ende hatte ich auf jeden Fall nicht gerechnet. Vor allem nicht mit so einer Wendung.

    Wer sich allerdings einen heftigen Thriller gewünscht hat, wird mit diesem Buch wahrscheinlich nicht so sehr zufrieden sein, da es hier doch eher auf die Psyche ankommt.

    Für mich war es genau der richtige Thriller und somit kann ich es jedem nur empfehlen, der nicht unbedingt so gerne blutrünstige Thriller liest.

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